Gefrierschrank vs. Gefrietruhe – Wir helfen bei der Entscheidung

Wir von Gefrierschrank-Experte.de prüfen in ausführlichen Tests welche Gefrierschränke etwas taugen und welche nicht. Aktuell getestet haben wir kleine Gefrierschränke in einem großen Vergleichstest aller wichtiger Mini Gefrierschränke und einem großen Vergleichstest aller wichtiger Gefriertruhen. Es ist von allen Größen für jeden etwas dabei. Wer einen Einbaukühlschrank sucht findet in unserem Einbau Kühlschrank Test die nötigen Informationen. In unserem aktuellen Gefrierschrank Test zeigen wir die 5 besten freistehenden Gefrierschränke.

Zum Test der freistehenden Gefrierschränke Zum Test der Gefriertruhen Zum Test der Einbau-Gefrierschränke Zum Test der Mini-Gefrierschränke

 

Unterscheiden sich Gefrierschrank und Gefriertruhe nur in der Größe?

Das Kaufen von einem Gefrierschrank unterschiedlicher Größen oder sogar einer Gefriertruhe ist eine schwierige Frage. Wir helfen bei der Auswahl und stellen die Vor- und Nachteile der jeweiligen Geräte dar. Während Gefriertruhen viel Volumen bieten und ein überzeugendes Frostklima anbieten, ist Platz oft ein großes Problem. Ein kleiner Gefrierschränk löst zwar das Platzproblem elegant, bietet aber dementsprechend nur das Volumen für ein paar Pizzen. Auch ist das Frostklima in einem kleinen oder Mini Gefrierschrank oftmals nicht optimal. Freistehende Gefrierschränke und Einbau Gefrierschränke unterscheiden sich in Ihrem Volumen- und Platzbedarf nicht. Auch ist die verwendete Frosttechnik oft die Gleiche. Diese Geräte stellen oft den Mittelweg zwischen einer Gefriertruhe und einem kleinen Gefrierschrank dar. Im Folgenden gehen wir in einer ersten Übersicht auf die Vor – und Nachteile von den jeweiligen Gerätetypen.

Gefriertruhe – wenn man eine Leiche im Keller hat oder einfach nur einen Keller hat

Gefriertruhen lassen sich angenehm von oben öffnen, brauchen aber bedingt durch Ihre Bauart wesentlich mehr Platz als ein Gefrierschrank. Daher werden Gefriertruhen gerne in den Keller oder einen anderen Lagerraum gestellt. Ein Vorteil der oben liegenden Öffnung ist physikalischer Natur: Kalte Luft sinkt nach unten und so entweicht viel weniger kalte Luft – und damit Energie – aus einer Gefriertruhe als aus einem Kühlschrank. Dies kann Strom sparen. Allerdings werden Gefriertruhen auch nicht so oft geöffnet wie ein Gefrierschrank. Denn er steht im Keller. Vor- und Nachteile:

+ Großes Gefriervolumen

+ Günstiger im Stromverbrauch, da kalte Luft nicht entweicht

 Benötigt viel Platz

 Gefriergut ist nicht sehr gut organisierbar…verliert sich in den Weiten der Gefriertruhe

 Meistens weit entfernt von der Küche

Freistehender Gefrierschrank – das Standardmodell

Jeder kennt die freistehenden Gefrierschränke, die Standardmodelle. Wer eine kleine Familie hat, kommt mit diesem Gerät wunderbar aus und kann seine Lebensmittel gut lagern. Einzig die Farbe des Gefrierschranks kann auf Dauer auf die Nerven gehen. Denn diese ist meistens Weiß. Das passt nicht in jede Küche

+ Ausreichend Gefriervolumen

+ Gut organisierbar über Fächer und Einschübe

 Kann schnell auskühlen

 Meistens nur in Weiß erhältlich

Eingebauter Gefrierschrank – der für die versteckten Schätze

Ein eingebauter Gefrierschrank passt sich perfekt in die Küche an. Die eingebauten Gefrierschränke haben die gleichen technischen Eigenschaften wie die Standardmodelle, den freistehenden Gefrierschränken.

+ Ausreichend Gefriervolumen

+ Gut organisierbar über Fächer und Einschübe

+ Passt zu jeder Küche

Kann schnell auskühlen

Kleiner Gefrierschrank oder Mini Gefrierschrank – wenn Platz ein Problem ist

Gerade für kleine Wohnungen in denen jeder Quadratmeter zählt eignen sich die kleinen Gefrierschränke. Viele sind auch so leicht, dass man sie mit auf eine Party nehmen kann und immer einen kühlen Nachschub an kalten Getränken hat.

+ Sehr flexibel

+ Oft Stapelbar und damit Platzwunder

+ Auch als Zweitgefrierschrank nutzbar

Kühlt sehr schnell aus

Oft passt nicht einmal eine Pizza hinein

Welche Kriterien entscheiden den Kauf von einem Gefrierschrank?

Nach dem Platz, der das wichtigste Kriterium ist, kommen sehr schnell die technischen Eigenschaften des Kühlschranks ins Spiel. Wir haben eine auf den Anwender orientierte Bewertungssystematik entwickelt.

 

Wie testen und bewerten wir Gefrierschränke

 

Häufig ist man mit Schlagworten konfrontiert bei dem Kauf von einem Gefrierschrank. Die Wichtigsten sind “No Frost”, “Low Frost” , “Abtauautomatik”, “Lautstärke”, “Energieeffizienz” und “Supergefrieren”. Um etwas Klarheit zu schaffen erläutern wir diese Kriterien und Schlagworte kurz und was diese praktisch bei Gefrierschränken bedeuten.

No Frost  

Bei No Frost Gefrierschränken wird verhindert, dass sich Eis im Gefrierschrank bildet und so ein Abtauen notwendig ist. Dies wird erreicht, indem die Luftfeuchtigkeit im Gefrierraum des Gefrierschranks reduziert wird. Wo keine Feuchtigkeit ist, kann auch kein Eis entstehen. Dort wo Eis entsteht – an den Kühllamellen – taut eine Abtauautomatik diese regelmäßig ab.

Technisch steht folgendes dahinter:

Die Kühllamellen sind von dem Kühlraum abgetrennt. Von diesen erzeugte kalte Luft wird über einen Ventilator in den Kühlraum geblasen und die wärmere Luft, die ggf. durch das Öffnen des Gefrierschranks entstanden ist, wird zu den Kühllamellen transportiert. Warme Luft hat eine höhere Feuchtigkeitsaufnahme. So kommt es, dass diese Feuchtigkeit an den Kühllamellen abfällt. Da diese kühlen entsteht dort Eis. Die No Frost Gefrierschränke heizen die Kühllamellen in regelmäßigen Abständen auf, um so das Eis zu schmelzen und über eine gesonderte Rinne in einen Verdunstungsbehälter abgeführt. So entsteht keine Eisschicht im Gefrierschrank und man kann sich das häufige Abtauen sparen. Nachteil dieser Technologie ist, dass für den Ventilator und den Extraraum mehr Platz notwendig ist, der dann als Nutzplatz fehlt. Auch kostet diese Technologie einen Aufpreis. Dazu kommt der um 10 bis 30 Prozent höhere Energieverbrauch. U. a. durch das regelmäßige Abtauen und den Ventilator.

Low Frost

Ein Gefrierschrank mit Low Frost Technologie hat das Ziel das Vereisen des Gefrierschranks zu reduzieren. Dies wird erreicht indem keine Gitter und Verdampfer direkt im Gefrierschrank angeordnet werden. Ein Ventilator und eine Zwischenerhitzung der Kühllamellen hat diese Technik nicht. Die Eisbildung wird damit reduziert, aber nicht komplett verhindert, wie bei der No Frost Technologie. Abhängig von dem Hersteller wird diese Funktion auch Stop Frost oder Free Frost genannt. Die Abtauintervalle können mit dieser Technologie stark verlängert werden.

Abtauautomatik

Das Reinigen und Pflegen eines Gefrierschranks wird erleichtert über eine Abtauautomatik. Diese Funktion nimmt einem das Abtauen eines Gefrierschranks weitgehend ab. Da die Kühlleistung durch eine Eisschicht stark reduziert wird, ist dies sehr sinnvoll. Die Abtauautomatik heizt die betroffenen Stellen an den Kühllamellen auf und führt das entstandene Wasser aus dem Gefrierschrank und verdunstet es. Diese Funktion ist nicht zu verwechseln mit der No Frost Funktion bei der im Gefrierschrank überhaupt kein Eis entsteht. Da es sich um eine Automatik handelt können sogar die Lebensmittel im Gefrierschrank verbleiben. Da die Aufheizung nur sehr lokal an bestimmten Stellen geschieht ist das übrige Klima des Gefrierschranks nicht betroffen.

Extrakaltstufen / Supergefrieren / Frostmatic

Beim Gefrieren ist Zeit ein wesentlicher Faktor. Vor allem bei frischen Lebensmitteln ist es wichtig, diese schnell zu gefrieren. So bleibt die Qualität der Lebensmittel länger erhalten. Für diese Anwendung gibt es die Funktion des Supergefrieren. Diese heißt teilweise Frostmatic (bei AEG) oder Extrakaltstufe. Bei einer solchen Funktion wird nach dem Betätigen der Supergefrieren-Taste das Gefriergut so schnell wie möglich, d.h. mit maximaler Gefrierschrankleistung, auf -18°C heruntergekühlt. Durch dieses Supergefrieren bleibt die Qualität und die Vitamine in Lebensmittel länger erhalten und es wird verhindert, dass neue warme Lebensmittel die bestehenden Lebensmittel wieder auftauen und so Gefrierbrand entsteht. Für Verbraucher, die keine frischen Lebensmittel einfrieren, sondern nur Tiefkühlware aus dem Supermarkt lagern, ist eine solche Funktion nicht notwendig.

Lautstärke

Gerade in kleinen Wohnungen ist die Lautstärke der Gefrierschränke ein wichtiges Kriterium. Niemand möchte um den Schlaf gebracht werden, weil der Kompressor des Gefrierschranks andauernd anspringt. Zu der Lautstärke beim Gefrierschrankkauf hilft wieder das EU-Energielabel. Dieses gibt die Lautstärke in Dezibel an. Dabei gilt, dass ein niedriger Dezibel wert für ein leiseres Gerät steht. Die Dezibelskala ist logarithmisch, dass heißt, dass bei einem um den Wert 10 höheren Dezibelwert die Lautstärke nicht etwas lauter ist, sondern 10mal so laut ist! Bei Gefriergeräten liegen die typischen Werte zwischen 30 Dezibel (was einem Blätterrauschen entspricht) und 50 Dezibel (was dem Rauschen eines Baches entspricht).  Natürlich ist die Lautstärke nicht immer konstant, sondern tritt nur auf, wenn der Kompressor des Gefrierschranks arbeitet. Dieses – auch als Brummen wahrgenommene – Geräusch ist bezeichnend für die Lautstärkeeinstufung. Für die Lautstärke hilft daher ein besser isoliertes Gerät. Dieses muss weniger oft kühlen und springt deshalb weniger oft an.

Energieeffizienz

Wohl das wichtigste Kriterium für Gefrierschränke ist deren Stromverbrauch und damit die Effizienz mit diese Lebensmittel gefrieren. Für die Energieeffizienz gibt es ein EU-Energielabel mit den wichtigsten Informationen zu dem Stromverbrauch der Geräte. Auf diesem ist die Energieeffiziensklasse zu finden, der Jahrestromverbauch, der Nutzinhalt in Litern und auch die maximale Geräuschentwicklung in Dezibel. Man sieht sofort, dass es auch auf die Größe ankommt. Ein großer Gefrierschrank verbraucht mehr Energie als ein kleiner Gefrierschrank. Von daher ist beim Kauf darauf zu achten, keinen zu großen Gefrierschrank zu kaufen. Denn aufgrund der thermischen Trägheit von gefrorenen Lebensmitteln verbraucht ein halbvoller Gefrierschrank auch mehr Strom als ein voller Gefrierschrank.